Die Hansestadt Bremen gehört zu den Top-Städtereisezielen Deutschlands – und das aus gutem Grund. Die Stadt beeindruckt mit ihrem reichen kulturellen Erbe, spannender Geschichte und gemütlichen Cafés sowie Restaurants. Berühmt wurden die Stadtmusikanten, während die Seefahrt über Jahrhunderte das Stadtbild prägte. Überall in Bremen erwarten Sie Ecken voller Überraschungen.
Im Bremer Schnoor reihen sich die alten Häuser wie Perlen an einer Schnur – daher auch der Name dieses charmanten Quartiers. Bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, vereint das Viertel heute urige Lokale mit kleinen Kunst- und Souvenirläden. Die schmalen Fachwerkhäuser stammen größtenteils aus dem Mittelalter und verleihen dem Schnoor seinen verwinkelten, pittoresken Charakter. Auch befindet sich hier das kleinste Haus Deutschlands, gerade einmal vier Quadratmeter groß – das sogar für Übernachtungen gebucht werden kann.
Die Maritime Meile in Bremen-Vegesack ist ein Muss für alle Seefahrtsfans. Hier können Sie historische Traditionsschiffe im „Museumshaven“ bestaunen oder die großen Schiffe auf der Weser beobachten. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden ein, die maritime Atmosphäre bei einem Kaffee oder einem Mittagessen mit Blick aufs Wasser zu genießen.
Auf dem Bremer Marktplatz steht die mit 5,55 Metern größte Roland-Statue Deutschlands. Sie symbolisiert die Eigenständigkeit der Stadt mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit. Errichtet 1404, wurde der Roland 2004 gemeinsam mit dem Rathaus zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Nach Restaurierungen wurde der Originalkopf der Statue durch eine Kopie ersetzt, die nun im Focke-Museum besichtigt werden kann.
Der St. Petri Dom thront auf der höchsten Weserdüne und blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits 789 stand hier eine hölzerne Kirche, die im Sachsenkrieg zerstört wurde. Der darauffolgende Steindom brannte etwa 200 Jahre später ab und wurde schließlich nach dem Vorbild des Kölner Doms wieder aufgebaut. Im Südturm des Doms befindet sich eine Aussichtsplattform in etwa 86 Metern Höhe.
Tipp: Kombinieren Sie den Besuch mit einem Stadtrundgang durch die historische Innenstadt inkl. Marktplatz, Schnoor und weiteren Highlights. Dauer: ca. 2 Stunden, ab 7 € pro Person.
An der Westseite des Rathauses stehen die berühmten Bremer Stadtmusikanten – eine Bronzeplastik nach dem Märchen der Brüder Grimm. Die Geschichte erzählt von vier Tieren, die gemeinsam ein neues Leben beginnen und zeigt, wie Schwache durch Zusammenhalt gegen die Starken bestehen können. Die Skulptur ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Bremens und soll Glück bringen, wenn man die beiden Vorderbeine des Esels umfasst.
Das Bremer Rathaus wurde zwischen 1405 und 1410 erbaut und erhielt zwei Jahrhunderte später seine prächtige Fassade im Stil der Weser-Renaissance, die es bis heute ziert. Als einziges Rathaus aus dem Spätmittelalter in Europa blieb es unzerstört und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der angrenzende Ratskeller ist der älteste Weinkeller Deutschlands mit über 600 Jahren Tradition. Besucher können bei einer Weinprobe aus rund 650 Sorten auswählen oder bei einem Rundgang die historischen Lagerräume besichtigen.
Das Bremer Ostertorviertel, kurz „das Viertel“, ist das lebhafte Kultur- und Szenequartier der Stadt und ein beliebter Treffpunkt für Tag und Nacht. Hier treffen schicke Restaurants auf kultige Bars, exklusive Mode auf Second-Hand-Läden und Street-Art auf Museen und Theater. Neben Kunst, Kultur und Gastronomie beeindruckt das Viertel vor allem mit seiner Architektur: Zahlreiche typische Altbremer Häuserzeilen säumen die kopfsteingepflasterten Straßen und verleihen dem Viertel seinen unverwechselbaren Charme.
In Bremen darf der Genuss nicht zu kurz kommen: Typische Spezialitäten wie der würzige Früchtekuchen Bremer Klaben oder das herzhafte Knipp gehören auf jeden kulinarischen Plan. Frische Fischgerichte aus der Weser und die berühmte Bremer Stadtmusikanten-Schokolade sind weitere Highlights, die Sie probieren sollten.
Die Gastronomieszene der Hansestadt ist genauso vielfältig: An einem Tag können Sie sich locker von indischen über japanische bis hin zu norddeutschen Gerichten durchprobieren. Klassiker wie Labskaus, das traditionelle Hamburger Seemannsgericht aus gepökeltem Rindfleisch und Kartoffeln oder die lange Grünkohl-Tradition Bremens dürfen nicht fehlen. Im Winter sind die legendären Kohlfahrten ein echtes Erlebnis: Mit Bollerwagen und Drinks ziehen Sie von einem Grünkohl-Restaurant zum nächsten.